Ein Winterwochenende in Paris

Der Französischkurs Q1 der Abendschule Heppenheim bestieg am Freitagmorgen mit seiner Lehrerin Henrike Poth den Zug nach Paris, um dort ein verlängertes Wochenende zu verbringen. Bereits drei Stunden später konnten alle mitten in Paris den ersten café au lait genießen. Die bevorstehenden drei Tage waren so geplant, dass man einerseits die Hauptsehenswürdigkeiten besichtigt, aber auch unbe-kanntere Viertel erkundet, vor allem die französische Lebensart kennenlernt und ganz nebenbei natürlich die erworbenen Sprachkenntnisse anwendet. Ein kleines zentral gelegenes Hotel in der Nähe des kürzlich eingeweihten Einkaufs-und Kulturzentrums „Les Halles“ war Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen, z.B. in eine Marktstraße mit der ältesten Konditorei von Paris, einer schönen Belle Époque Passage oder ins jüdische Viertel „Le Marais“. Die Gruppe ging auch ins „Quartier Latin“ mit der Universität Sorbonne und auf den Montmartre, um sich dort u.a. die Schauplätze des bekannten Films „Die wunderbare Welt der Amélie“ anzuschauen.
Als kompetente Reiseleiterinnen erwiesen sich zwei Ehrenamtliche der Organisation „Parisien d’un jour“, die kostenlose Rundgänge für kleine Gruppen anbietet. Natürlich durften auch „Highlights“ wie Notre-Dame, Louvre, Triumphbogen oder Eifelturm nicht fehlen. In drei Tagen liefen die Kursteilnehmer mehr als 40 Kilometer zu Fuß, nutzten aber auch die Metro, den Bus und unternahmen eine abendliche Schifffahrt auf der Seine vorbei an illuminierten Sehenswürdigkeiten.
Jedoch stand nicht nur Kultur auf dem Programm, sondern auch der Besuch eines typischen Pariser Marktes, eine Tanzfête im Centre Georges Pompidou, das gerade seinen 40. Geburtstag feiert und Shoppen im bekannten Kaufhaus „Galeries Lafayette“. Hier waren die Studierenden ebenso gefordert, ihre Französisch-kenntnisse anzuwenden, wie beim gemeinsamen Frühstück in einem Bistro und Bestellen in Restaurants oder bei einer Führung in französischer Sprache. Positiv überrascht war die Gruppe von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Pariser und von der Gelassenheit, wie sie nach den Attentaten mit den Kontrollen vor Museen oder an Metroeingängen umgehen. In vollbesetzten Bistros scheinen sie ihre Freizeit zu genießen, übrigens auch bei winterlichen Temperaturen im Freien unter Heizstrahlern. Fazit: ein rundum gelungenes Wochenende mit hochmotivierten Teilnehmern und der Erkenntnis, dass bei entsprechender Vorbereitung ein Paris-aufenthalt durchaus erschwinglich sein kann.

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